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Stephanie Träberts Siegtreffer gegen Werder Bremen beschert Magdeburg zweiten Saisonsieg

ravn_bremen161011Bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein und 14 Grad gewann der gastgebende Magdeburger FFC, am Sonntag im Heinrich-Germer-Stadion, mit einem Treffer in letzter Minute durch Stephanie Träbert mit 1:0, gegen den SV Werder Bremen.

Hier pariert Magdeburgs Ravn den Schuss von Jobe

Fotos


Am 6. Spieltag der 2. Frauen Bundesliga entwickelte sich zwischen beiden Mannschaften zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Die Gastgeberinnen mussten verletzungsbedingt auf Isabelle Knipp (Kieferprellung) und krankheitsbedingt auch noch auf Melanie Vogelhuber verzichten. Die Gäste, die in den bisherigen vier Aufeinandertreffen noch nie gegen die Magdeburgerinnen als Verliererinnen (3 Siege und 1 Remis) vom Platz gingen, kamen nach 25 Minuten Spielzeit zu ihren ersten hochkarätigen Möglichkeiten. Magdeburgs Nummer eins Lotta Ravn, konnte in der Folgezeit ihr Können unter Beweis stellen und rettete ihrer Mannschaft das torlose Remis in die Halbzeitpause. Der gehaltene Schuss von Bremens Torjägerin Maren Wallenhorst (14 Saisontore in der vergangen Saison) war in der 15. Minute noch einfach. Beim Flachschuss von Lea Notthoff aus 18m (25.) sowie den Schüssen von Cindy König (35.) und Maren Wallenhorst (30.) reagierte und parierte Ravn bravourös. Auf der Gegenseite auch zwei hochprozentige Torchancen für die Gastgeberinnen. Bei einem Konter scheiterte Dania Schuster unter Bedrängnis an Bremens Torhüterin Jennifer Martens (34.) und vier Minuten später „rutschte“ Stephanie Träberts Linksschuss aus 15m an die Querlatte des Lattenkreuzes. Den haben einige Zuschauer schon im Winkel landen sehen. Doch es blieb bis zum Pausenpfiff torlos.

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Stephanie Träbert rechts im Bild in der Bildmitte traf in der 49. Minute noch nicht ins Tor


Die zweite Halbzeit begann wieder mit einer Großchance der Gäste und einer Parade von Ravn. Sie blieb erneut gegen König die Siegerin (48.). Auf der Gegenseite eine Riesenmöglichkeit für Stephanie Träbert, deren Schuss aus 3m Torhüterin Martens irgendwie mit dem Fuß abwehrte und auch der Nachschuss von Patricia Steinbrück wollte einfach nicht über die Torlinie (49.). Es war einfach zum Verzweifeln (51.). Nachdem Bremens Lea Eckermann binnen drei Minuten wegen Foulspiels gleich zwei gelbe Karten „kassierte“ und folglich mit gelb/rot vorzeitig vom Platz musste, waren die Gastgeberinnen numerisch im Vorteil (54.). Bremens Martens hielt in der 67. Minute den Flachsschuss von Steinbrück auch fehlerfrei. Wallenhorst versuchte es mit einem Schuss aus 17m, der auch über das Tor geht (68.). Zwar mit einer Spielerin mehr auf dem Platz, doch da sich Victoria Stein nach ihrer Einwechslung verletzte und das Wechselkontingent ausgeschöpft war, humpelte sie nur noch sporadisch über das Grün. Die Magdeburgerinnen bemüht, doch die Bremer Defensive agierte fehlerfrei und gut zehn Minuten vor Spielende hatten die Gäste mehr vom Spiel. Durch die eingewechselte Sukai Sara Jobe hatten sie auch eine Riesenchance zum Führungstreffer. Allerdings war erneut Ravn zur Stelle die, die „Null festhielt“. In der letzten Spielminute „tankte“ sich auf der rechten Außenbahn Patricia Steinbrück durch , ihre Hereingabe beförderte Stefanie Träbert in der Schlussminute aus 10m zum vielumjubelten Siegtreffer in die Maschen.

Die letzten Sekunden bis zum Abpfiff überstanden die Magdeburgerinnen schadlos und freuten sich über den zweiten Saisonsieg. Kommenden Sonntag spielt der Magdeburger FFC beim 1. FC Lübars in Berlin, der wie die Magdeburgerinnen nach zwei Siegen, einem Remis sowie drei Niederlagen sieben Punkte auf der Habenseite hat. Allerdings haben die Berlinerinnen schon vier Tore mehr geschossen.

MFFC: Ravn-Bartke, Roeloffs, Ernst, Weinbeer (63. Mücke)-Steinbrück, Gabrowitsch, Abel 72. Stein), Krakowski (46. Rath), Träbert-Schuster

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www.werder.de

Erneut keine Punkte für Werders Frauen: Spätes 0:1 gegen Magdeburg

Diese Niederlage tut ganz besonders weh. Lange sah es in einem hart umkämpften und fußballerisch ansehnlichen Zweitligaspiel zwischen dem Magdeburger FFC und Werder Bremen nach einem torlosen Unentschieden aus, doch Stephanie Träbert hatte andere Pläne. In der 90. Spielminute beförderte die Magdeburger Offensivfrau den Ball über Werders Torlinie und bescherte ihrem Team somit den ersten Sieg gegen Bremen in der Vereinsgeschichte.

Wie auch in den Saisonspielen zuvor fanden die Fußballfrauen von Werder Bremen nur schwer in die Partie. Bei strahlendem Sonnenschein im Magdeburger Heinrich-Gerber-Stadion gehörten die Anfangsminuten unverkennbar dem Gastgeber. Dieser erste Eindruck geriet in der Folgezeit jedoch schnell in Vergessenheit, Werder erarbeitete sich souverän vermehrt Spielanteile und kam so auch zu gefährlichen Torraumszenen. In der 17. Minute lief Sarah Schneider über die rechte Angriffsseite und brachte den Ball in den Sechszehnmeterraum zu Maren Wallenhorst. Diese suchte dann ein wenig überhastet den Abschluss und schoss den Ball aus ungefähr acht Metern genau in die Arme der Magdeburger Torfrau Eva-Lotta Ravn. Weitere Einschussmöglichkeiten durch Wallenhorst (25.), Notthoff (26.) oder König (30.) blieben ungenutzt, machten allerdings die grün-weiße Dominanz auf fremdem Platz deutlich. Wenngleich Werder auch spielbestimmender war, so hatte auch die Heimmannschaft noch zwei aussichtsreiche Chancen im ersten Durchgang. In der 36. Minute konnte Bremens Torfrau Jennifer Martens einen Ball erstklassig parieren, ehe in der 40. Minute die Magdeburgerin Stephanie Träbert die Spielkugel ans Bremer Lattenkreuz schoss. Werdertrainer Dirk Hofmann war zum Pausentee speziell mit einer Situation unzufrieden: „Cindy König wurde im Sechszehner von hinten umgestoßen, einen klareren Elfmeter gibt es eigentlich nicht."

Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag. Kurz nachdem Werder beinahe durch Nadine Moelter in Führung gegangen wäre (47.), wurde die neu ins Team gerückte Kea Eckermann des Feldes verwiesen. Innerhalb von vier Minuten (50., 54.) sah sie zwei gelbe Karten, so dass Schiedsrichterin Seemann keine andere Wahl blieb, als die übermotiviert einsteigende Eckermann vorzeitig unter die Dusche zu schicken. Die Unterzahl der Bremerinnen sorgte dann für stärker werdende Gastgeber. Lisa Scholz konnte in der 58. Minute in höchster Not für Werder retten und auch Jenny Martens bewahrte ihr Team in der 66. Minute vor dem Rückstand, als sie einen Schuss von Patricia Steinbrück entschärfte. Zur Mitte der zweiten Halbzeit kam Werder noch einmal zurück in die Partie, Maren Wallenhorsts Schuss aus gut 17 Metern ging jedoch über das Torgehäuse. Und auch Sara Jobe, die gegen Magdeburg eingewechselt wurde und ihr Debüt in Werders erster Frauenmannschaft gab, konnte eine gute Möglichkeit in der 85. Minute nicht zum Führungstreffer ummünzen. Alle 50 Zuschauer, die das Spiel kurz vor dem Ende schon als torloses Remis verbuchten, hatten die Rechnung allerdings ohne die Magdeburgerin Stephanie Träbert gemacht. Nach einem Angriff über die rechte Seite landete der Ball schließlich bei Träbert, die humorlos zum 1:0-Siegtreffer für ihr Team verwandelte, was zugleich den ersten Magdeburger Sieg über Werder Bremen überhaupt bedeutet.

„Eine Halbzeitführung für uns wäre verdient gewesen. Nach der Gelb-Roten Karte für Kea wird es dann natürlich schwer", so Bremen-Coach Dirk Hofmann nach dem Spiel. „Letztendlich haben wir uns im zweiten Durchgang zu sehr auf die Defensive versteift", suchte Hofmann sogleich auch nach den Gründen der unglücklichen Niederlage. Die Talfahrt für Werders Fußballfrauen geht dennoch vorerst weiter. In den letzten vier Bundesligaspielen blieb Werder sieglos und holte lediglich einen von 12 möglichen Punkten. Am nächsten Spieltag ist der Mellendorfer TV zu Gast auf „Platz 12". Mit einem Torverhältnis von 9:42 und nur einem Sieg aus sechs Spielen bilden die Mellendorfer Frauen derzeit das Schlusslicht der Liga. „Da ist ein Sieg absolute Pflicht für uns", so Hofmann vielversprechend.

 

Von Cord Sauer

Magdeburger FFC: Ravn - Ernst, Roeloffs, Abel (72. Stein), Gabrowitsch - Krakowski (46. Rath), Weinbeer (63. Mücke), Träbert, Steinbrück - D. Schuster, Bartke

Werder Bremen: Martens - Moelter, Eckermann, Scholz, William (75. Freyhat) - S. Schneider (73. Buller), Notthoff, Goddard - König, Wallenhorst, Uyar (59. Jobe)

Tore: 1:0 Träbert (90.)

Gelbe Karten: Uyar (Werder)

Gelb-Rote Karten: Eckermann (Werder)

Schiedsrichter: Seemann (Oldisleben)
Heinrich-Gerber-Stadion: 50 Zuschauer