Magdeburger FFC verliert DFB-Pokalspiel gegen die SG Essen-Schönebeck
Mittwoch, 01. September 2010
Am Mittwochnachmittag (Anpfiff war bereits 15:30 Uhr) unterlag der Zweitligist Magdeburger FFC der SG Essen-Schönebeck deutlich mit 0:7. Das Team der Trainer Steffen Rau und Jens Schulze war nur mit 13 Spielerinnen nach Essen gereist, nachdem sich im Training am Dienstagabend auch noch Melanie Vogelhuber verletzt hatte, die möglicherweise für mehrere Wochen ausfallen wird. (Fotos vom Spiel)
Bereits zur Halbzeit führte der favorisierte Bundesligist recht klar mit 3:0, wobei das erste Tor - durch einen direkt verwandelten Freistoß von Melanie Hoffmann - erst in der 25. Minute fiel. Schult konnte nur noch zusehen (Foto links). Katja Gabrwowitsch hatte faktisch im Gegenzug die Chance zum Ausgleich, doch scheiterte sie an Deutschlands Nummer 3 zwischen den Pfosten, Lisa Weiß. Besser ging der Bundesligist mit seinen Möglichkeiten um und nutzte die spielerische Überlegenheit durch einen Doppelschlag in der 37. Minute durch Katarina Tarr und in dern 39. Minute durch Carolin Hamann zur Vorentscheidung.
Ganz schlimm kam es dann zwischen der 48. und der 56. Minute, denn innerhalb von nur acht Minuten erzielte Essen-Schönebeck, jeweils durch einen Doppelpack von Ana-Cristina Oliveira-Leite (48. und 51.) sowie Michele Weissenhofer (64. und 65.), vier weitere Tore zum 0:7-Endstand.
Stark ersatzgeschwächt hatte der Magdeburger FFC gar nichts entgegenzusetzen und kann bzw. muss sich nun auf den Klassenerhalt konzentrieren.
Für den MFFC spielten: Schult - Mücke (60. Mujovic), Beinroth, Abel, Steinbrück, Krakowski, Csepregi, Gabrowitsch, Horwege (46. Kunschke), Knipp, Schuster
Spielbericht aus Sicht der SG Essen-Schönebeck - Quelle: www.sgs-frauenfussball.de
SGS ziehnt glanzvoll ins Achtelfinale ein
Die SG Schönebeck steht im Achtelfinale des DFB-Pokals. Ein paar Anlaufschwierigkeiten hatten die Essener Bundesliga-Fußballerinnen gegen den defensiv eingestellten Magdeburger FFC schon.
Doch mit dem ersten Treffer und einer Glanztat von Torfrau Lisa Weiß war der Knoten geplatzt und die SGS setzte sich nach einer phasenweise furiosen Darbietung gegen den klassentieferen FFC mit 7:0 durch.
„Die ersten 20, 25 Minuten haben mir nicht gefallen“, bremste SGS-Trainer Markus Högner die Euphorie. Dort agierte seine Elf zumeist mit langen Bällen aus dem Halbfeld. Trotzdem zappelte die Kugel früh im Magdeburger Tor. Doch der Treffer zählte nicht. Einige Zuschauer wollten es nicht glauben, aber Essens Michele Weissenhofer hatte den Ball tatsächlich mit ihrem Salto-Einwurf direkt ins Tor geworfen. So blieb es beim 0:0. Szenenapplaus bekam die US-Amerikanerin trotzdem.
Den Torreigen eröffnete SGS-Kapitänin Melanie Hoffmann dann per Freistoß. Nachdem Essens Torfrau Weiß kurz darauf eine Großchance der Gäste vereitelte, lief es für Schönebeck rund. „Das war die Schlüsselszene“, bemerkte Högner. Katarina Tarr mit einem Kopfball und Caro Hamann erhöhten noch vor der Pause auf 3:0.
Nach dem Seitenwechsel spielte sich die SGS in einen Rausch: Innerhalb von acht Minuten erhöhten Ana-Cristina Oliveira-Leite und Weissenhofer jeweils mit einem Doppelpack auf 7:0. Eingeleitet wurden alle vier Treffer über die starke linke Seite. Fast hätte Hoffmann mit einem sensationellen Hacken-Volleyschuss kurz vor Schluss noch nachgelegt. Die Latte verhinderte dieses Traumtor.
„Wir hatten vor der Partie zwei Ziele: Zu Null spielen und eine Runde weiter kommen. Jetzt gilt: Mund abputzen und volle Konzentration auf das Heimspiel gegen Saarbrücken“, erklärte Högner.
Von Benedikt Burgmer



