MFFC zieht im Stadtderby ins Landespokalfinale ein

2019 03 31 fsa pokal besiegdas mffc1Am Sonntag, 31.03.2019, trat der Magdeburger FFC im Halbfinale des FSA Polytan-Landespokals beim SSV Besiegdas 03 Magdeburg an. Nachdem bis zur Halbzeit keine Tore fielen, wurde der Magdeburger FFC nach der Pause seiner Favoritenrolle gerecht und gewann am Ende die Partie 4:0 durch Tore von Isabell Münch (2x), Fabienne Wendt sowie Antonia Schulz.

Am Gübser Weg, der Heimspielstätte des Landesligisten SSV Besiegdas 03 Magdeburg, wurde das zweite Halbfinale um den FSA Polytan-Landespokal ausgetragen. Die Gastgeberinnen hatten das schwere Los gezogen und empfingen den favorisierten Regionalligisten Magdeburger FFC.

In der ersten Hälfe dieser Partie taten sich zunächst beide Mannschaften schwer, ins Spiel zu kommen. Ein erstes Achtungszeichen setzte der Magdeburger FFC in der vierten Spielminute, als Fenja Popp mittels Hereingabe den Ball auf Isabell Münch brachte. Doch Besiegdas-Torfrau Sarah Wiek parierte Münchs Torschuss. Nur 240 Sekunden später knallte Melissa Krakowski das Leder nur knapp über das Gehäuse von MFFC-Keeperin Gina Mitschke.

Der Magdeburger FFC kombinierte sich in der Folge immer wieder gut durch, doch die Defensive von Besiegdas war stets auf der Hut. Nach einer knappen Viertelstunde hatte der MFFC die Gelegenheit, nach drei Ecken einen Treffer zu erzielen. Doch Ecke 1 (11.) und Ecke 2 (12.) wurde durch die Besiegdas-Keeperin Wiek entschärft und auch die dritte Ecke (15.) wurde knapp am Tor vorbei geköpft. Der MFFC blieb weiter am Drücker. So wurde der Schuss von Nicole Woldmann aus 20 Metern geblockt (24.), die Hereingabe von Isabell Münch wurde ebenfalls abgewehrt (30.) und auch eine weitere Flanke von Emily Hähnel von Linksaußen wurde zur Ecke geklärt (36.). In den letzten Minuten kamen die Gastgeberinnen besser ins Spiel und hatten bis zum Pausenpfiff zwei sehr gute Chancen auf den Führungstreffer. Zwei Freistöße in der 40. Und 42. Minute segelten gefährlich vor das Tor des Magdeburger FFC, gingen dann aber denkbar knapp über das Gehäuse oder konnten zur Ecke geklärt werden. Torlos ging es für beide Mannschaften in die Halbzeitpause.

In der Kabine fand MFFC-Trainer Johannes Fritsch wohl die richtigen Worte. Der MFFC nahm das Heft mit Beginn der zweiten Halbzeit fest in die Hand, was bald zu etwas Zählbarem führte. Ein Befreiungsschlag von Marie Oerlecke diagonal durch die Mitte wurde zur Steilvorlage für Isabell Münch, die sich diese Chance nicht nehmen ließ und zum 1:0 Führungstreffer flach ins untere linke Eck einschob (47.). Keine zehn Minuten später nagelte Fabienne Wendt nach einem Zuspiel von Marie Oerlecke mit einem sensationellen Schuss aus 20 Metern das Leder ins rechte obere Eck zum 2:0 für den MFFC (56.).

Die Vorentscheidung fiel nach dem Treffer von Antonia Schulz, die eine Ecke von Chantal Schmidt zum 3:0 nutzte (76.). Den Schlusspunkt setzte Isabell Münch, die in der 82. Spielminute aus halbrechter Position zum 4:0 Endstand traf. Die Besiegdas-Frauen, die dem Aufwand nach einer kämpferischen ersten Halbzeit Tribut zollen mussten, kamen in der 75. Spielminute zu einer guten Gelegenheit zum Ehrentreffer. Erneut beschäftigte ein sehr gut ausgeführter Freistoß die MFFC-Defensive, doch Joy Spiller klärte den Ball mit dem Kopf zur Ecke, die Besiegdas jedoch nicht erfolgreich verwerten konnte.

“Wir haben uns durch die Belastungsumstände, wie erwartet, etwas schwer getan und in der ersten Hälfte zu wenig Großchancen genutzt und zu wenig Abschlüsse gesucht. Das Resultat zur Halbzeit war dadurch etwas unbefriedigend.” fasste Coach Johannes Fritsch nach dem Spiel zusammen und ergänzt weiter: “Darauf habe ich das Team aufmerksam gemacht, ein paar Umstellungen vorgenommen und die Spielerinnen daran erinnert, was das Spiel für uns bedeutet. Wie das Team dann aus der Halbzeit zurückgekommen ist, hat mich beeindruckt. Denn solche Spiele sind in dieser Situation, entgegen der Meinung vieler, keine Selbstläufer. Jetzt stehen wir verdient im Finale.”

MFFC: Mitschke - Spiller, Hildebrand (85. Tauer), Seidler, Oerlecke (61. Schulz), Münch, Schmidt, Woldmann, Wendt, Hähnel, Popp (46. Herbst)

Bereits 14:00 Uhr wurde das zweite Halbfinalspiel zwischen der Spg. Pouch-Rösa/Bad Schmiedeberg und dem SV Rot-Schwarz Edlau angepfiffen. Edlau führte bereits zur Halbzeit 2:1 und sicherte sich nach der Pause mit den Treffen 3 und 4 das Finalticket.

Zum Pokalfinale:
Am 1. Mai, zum Tag des Frauenfußballs in Sachsen-Anhalt, wird sowohl das Pokalfinale um den FSA-Polytanlandespokal im Großfeld (15:00 Uhr) ausgetragen, als auch die Pokalfinale im Kleinfeld (10:00 Uhr), verkürztes Großfeld sowie der B-Juniorinnen. Im Pokalfinale (Großfeld) stehen sich dann der Magdeburger FFC und SV Rot-Schwarz Edlau gegenüber. Im verkürzten Großfeld (9er) qualifizierte sich ebenfalls die Mannschaft des Magdeburger FFC III für das Pokalfinale und trifft dort auf die SG Einheit Halle. Alle Pokalfinals finden in der Sparkassenarena in Bernburg statt.