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MFFC setzt sich an die Tabellenspitze

2017 11 05 rl viktoria berlin mffcEin hart erkämpfter 2:1- (1:0) Sieg stand am Ende des Spitzenspiels für den Magdeburger FFC beim FC Viktoria 1889 Berlin auf der Anzeigetafel des Lichterfelder Stadions. Die Spielerinnen der Gäste lagen sich nach dem Abpfiff glücklich und erschöpft in den Armen und feierten mit den mitgereisten Fans den Sprung an die Tabellenspitze der Frauenregionalliga Nordost.

 

Zuvor standen mehr als 90 Minuten intensiven Spiels zweier bis dato noch ungeschlagenen Teams auf dem Programm.

Der MFFC legte gleich los wie die Feuerwehr und ließ Viktoria gar nicht ins Spiel kommen. Immer wieder wurde der Spielaufbau durch Manuela Knothe und Angelique Puschmann frühzeitig gestört, so dass die Berlinerinnen es hauptsächlich mit langen Bällen versuchten. Diese wurden wiederum von Sarah-Sophie Jacobs und Wiebke Seidler in der Innenverteidigung entschärft. Nach zwei Minuten die erste Möglichkeit für den MFFC. Nach einem Einwurf setzt sich Lea Mauly geschickt durch, doch ihr Schuss geht über das Tor (2.). Viktoria dann mit der Chance durch Dilara Türk, die nach einem Zweikampf mit Seidler an den Ball kommt, aber im Abschluss nicht konsequent genug (6.). Auf der Gegenseite wird dann Natalie Grenz durch Antonia Schulz gut freigespielt, doch der Ball wird gerade noch zum Eckball geklärt (12.).

Der folgende Eckball brachte dann die viel umjubelte Führung für die Magdeburgerinnen. Lea Mauly brachte das Spielgerät herein und Stürmerin Manuela Knothe versenkte es mit dem Kopf im Berliner Kasten (13.). In der Folgezeit wurde Viktoria nun offensiver, erspielte sich aber kaum nennenswerte Möglichkeiten. Lediglich einmal kam Anja Kähler zum Abschluss, nachdem der MFFC auf der Außenbahn nicht konsequent genug klären konnte. Jedoch war der Schuss von Kähler zu harmlos und kullerte am Tor vorbei (31.). Die Elbestädterinnen unterdessen wehrten sich tapfer gegen die Vorstöße der Viktoria, konnten auch immer wieder Bälle abfangen, jedoch waren die Pässe in die Spitze dann meist zu überhastet bzw. ungenau gespielt. Somit ging es mit einer knappen Führung für die Gäste in die Kabine.

Dort mahnte dann Trainer Schiller weiterhin wachsam zu sein und die Gastgeberinnen nicht weiter ins Spiel kommen zu lassen. Und sein Team setzte dies sofort in die Tat um. Bei einem Rückpass auf Viktoria-Torhüterin Jean-Marie Ehrke erkämpfte sich Knothe schlitzohrig den Ball und schob ihn dann ungehindert in den leeren Kasten (47.). Dieser Zwischenstand schien nun so etwas wie die Vorentscheidung zu sein, denn Viktoria fiel gegen die gut organisierte Magdeburger Abwehr nicht viel ein. Nach einem Zweikampf auf der linken Magdeburger Seite entschied Schiedsrichterin Simone Jakob auf einen schmeichelhaften Elfmeter zugunsten der Berlinerinnen. Diese Chance ließ sich Torjägerin Anja Kähler nicht nehmen und verwandelte sicher vom Punkt (59.).

Plötzlich war der Tabellenführer wieder zurück im Spiel. Immer wieder versuchten die Spielerinnen von Michael Liss und Roman Rießler vor das Magdeburger Gehäuse zu kommen, aber spätestens bei Jana Tauer, der MFFC-Torhüterin, war Schluss. Der MFFC nun hauptsächlich in der Defensive beschäftigt, hatte in der zweiten Hälfte nur noch eine nennenswerte Torchance durch Natalie Grenz. Nachdem sie sich hervorragend auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, ging ihr Schuss leider deutlich über das Tor (86.).

Der Magdeburger FFC stemmte sich mit allen Kräften gegen ein drohendes Gegentor und selbst einen Freistoß von Torjägerin Hülya Kaya machte Jana Tauer zunichte. Und nach über fünf Minuten Nachspielzeit kam dann der ersehnte Schlusspfiff, der den MFFC nun zum vorübergehenden Tabellenführer macht.

Der Trainer zeigte sich mit der Leistung seiner Schützlinge durchaus zufrieden: “Dass das heute keine Kost für Feinschmecker wird, war uns von vornherein klar. Es war ein Charaktertest für die Mannschaft, den sie vollkommen bestanden hat. Wir mussten heute ganz andere Qualitäten an den Tag legen, als in der bisherigen Saison, denn der Gegner hat uns alles abverlangt. Ich freue mich, dass mein Team den unbändigen Willen zum Sieg an den Tag gelegt hat. Nun können wir weiter an den Dingen arbeiten, die noch nicht so richtig funktioniert haben.“

Für den MFFC liefen auf: Tauer - Hildebrand, Seidler, Jacobs, Schulz, Herbst, Mauly, Puschmann (87. Weiß) , Münch (74. Spiller), Knothe (61. Wetzel), Grenz

Der 9. Spieltag:
SG Blau-Weiss Beelitz gegen Rostocker FC 1:1
RB Leipzig gegen Bischofswerdaer FV 2:1
BSC Marzahn gegen 1.FC Union Berlin 0:2
FC Viktoria 1889 Berlin gegen Magdeburger FFC 1:2
FC Erzgebirge Aue gegen 1.FFC Fortuna Dresden 1:1
1.FC Neubrandenburg 04 gegen Steglitzer FC Stern 1900 2:2

Bilder vom Spiel